Ostara – Der Frühlingsbeginn, das Fest des Wachstums und des Gleichgewichts
Ostara ist eines meiner liebsten Feste. Gerade mit meinen zwei Hunden bin ich viel in der Natur unterwegs und erlebe die Veränderungen hautnah. Mit der Dämmerung eingerechnet, ist es jetzt zwölf Stunden lang hell, und immer öfter kitzeln warme Sonnenstrahlen meine Haut. Die Frühlingstagundnachtgleiche wird am 20. oder 21. März gefeiert. Licht und Dunkelheit befinden sich in perfekter Balance, doch von nun an geht es stetig weiter in Richtung Wachstum. Der Sonnenbogen wird breiter und höher. Das Vogelgezwitscher auf meiner morgendlichen Gassirunde gleicht einem wunderschönen Konzert. Das Wetter ist noch unberechenbar: Mal gibt es schon richtig warme Tage, dann wieder Regen, Sturm, Frost oder sogar Schnee.
Die Bedeutung von Ostara
Das Wort „Ostara“ könnte vom lateinischen Wort Aurora (Morgenröte) oder von der angelsächsischen Frühlingsgöttin Eostre abstammen. Es steht für das Wiedererwachen der Natur und den Beginn neuen Lebens – für Fruchtbarkeit und Erneuerung.
Traditionen und Bräuche
Das heutige Osterfest ist eng mit Ostara verbunden. Dieses Fest ist voller Symbole, die das Leben, die Fruchtbarkeit und die Erneuerung feiern. Einige der bekanntesten Bräuche sind:
- Bemalen von Eiern: Jetzt beginnen auch die Vögel, ihre Nester zu bauen und die ersten Eier zu legen – ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben. Heute färben wir oftmals Ostereier und verschenken sie.
- Entzünden von Kerzen und Feuern: In manchen Gegenden werden Osterfeuer entfacht, um den Sieg des Lichts über die Dunkelheit zu symbolisieren. Zuhause können wir unsere an Imbolc geweihte Kerze anzünden.
- Naturspaziergänge und Rituale: Ich genieße Spaziergänge im Wald, bei denen ich die Natur bewusst mit allen Sinnen wahrnehme. In Anlehnung an die frühere Feldweihe begehe ich liebevoll meinen Garten und bitte um Schutz für all das, was wir dort gepflanzt haben.
Persönliche Rituale zu Ostara
- Selbstreflexion und Visionen: Alte Muster erkennen, aufschreiben und loslassen – vielleicht sogar im Osterfeuer verbrennen. Neuen Visionen Raum geben und wachsen lassen.
- Reinigung: Aufräumen, putzen, räuchern, entschlacken – auf allen Ebenen, ganz nach dem eigenen Bedürfnis.
- Schmücken: Hol dir den Frühling ins Haus mit frischen Blumen oder dekoriere einige Forsythien- oder Weidenkätzchenzweige mit bunten Bändern und bemalten Eiern.
Fazit
Ostara erinnert mich daran, dass der Zyklus des Lebens jedes Jahr aufs Neue beginnt – ganz ohne unser Zutun. Besonders die Rückkehr der Zugvögel, die ersten Störche und das tägliche Vogelgezwitscher sind für mich Zeichen des Frühlings. Es ist eine Einladung der Natur, mit ihr im Einklang zu leben und mit offenem Herzen auch die Fülle in das eigene Leben einzuladen.
Wie feierst du Ostara? Welche Rituale begleiten dich in den Frühling? Teile deine Gedanken in den Kommentaren!